Souveränität 2.0 oder warum Führung besser gelingt, wenn ich meine eigene Spiritualität lebe.

Souveränität lässt sich zurückführen auf „superanus“ mittellatein für ‚überlegen’ und ‚darüber befindlich’ und genau das ist es, was wir alle möglichst immer gerne wären, um dem gefühlt kontinuierlich wachsenden Druck im Beruf standhalten zu können. Wir sammeln überlegenes Wissen an, machen uns zu Experten auf unserem Fachgebiet, lesen und lernen, um auf möglichst jede potenzielle Detailfrage souverän Auskunft geben zu können und den Erfolg des eigenen Teams zu garantieren.
Was beim Schulreferat über den Lebensraum der Ringelnatter noch ganz gut geklappt hat, wird in den immer komplexeren Zusammenhängen unseres digitalisierten Berufslebens zur grenzwertigen Herausforderung insbesondere für Führungskräfte. Schlicht, weil die Menge an relevanter Information durch die zunehmende Komplexität des eigenen Verantwortungsbereichs immer schwieriger zu handhaben ist.
Darüber hinaus werden auch unsere Soft Skills immer wichtiger, um Veränderungsprozesse hin zu agilen eigenverantwortlichen Arbeits- und Organisationsformen zu gestalten. Oft kommt dann noch der eigene Perfektionsanspruch hinzu, der den Druck in ungesunde Höhen steigen lässt.

Dann wird es höchste Zeit, unser Verständnis von Souveränität noch einmal zu überdenken.

Souveränität im herkömmlichen Sinne hat viel mit Selbstsicherheit zu tun: sich seines Wissens sicher sein, sich nicht aus der Fassung bringen lassen, stabil verschiedene Herausforderung durch-stehen zu können. Wer versucht, diesem eher statischen und weniger dynamischen Bild möglichst nahe zu kommen wird manchmal auch selbst hart – erst zu sich und dann auch zu anderen. Viele Führungskräfte verlieren gerade durch diesen Perfektionsanspruch den Draht zu ihren Teams – weil sie sich selbst keine Fehler erlauben und damit keine Fehlerkultur entstehen kann.

Wenn Souveränität mit Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein zu tun hat, müssen wir uns fragen was dieses Selbst ist und was uns davon bewusst ist?
Weniger als wir freiwillig zugeben würden.
Am besten kennen die meisten ihre analytische Seite, die sich überwiegend in der linken Hirnhemisphäre abspielt. Rechts davon, dort wo unsere Intuition und die Fähigkeit zur Transzendenz angesiedelt ist, wird es dann schnell unübersichtlich. Dieses Diffuse, Ungefähre ist unglücklicherweise eine typische Eigenschaft dieses Hirnareals. Sich damit zu beschäftigen lohnt sich, weil dort ungeahnte Ressourcen schlummern, die uns in diesen unruhigen Zeiten eine große Hilfe sein können.
Dazu gehört auch die Annahme der Persönlichkeitsanteile, die uns weniger bewusst sind oder die wir kennen aber nicht mögen und deshalb verdrängen, statt sie zu integrieren.
Damit machen wir uns auf den Weg zu einem weiterentwickelten Selbst-Bewusstsein und der Souveränität zweiter Ordnung.

Was hat das mit Spiritualität zu tun?

Wenn wir über das Ich zum Selbst kommen und noch weiter schauen, werden wir erkennen, dass wir ein Teil von etwas Großem sind, mit dem wir alle verbunden sind. Wenn wir lernen, dieser inneren Stimme Gehör zu schenken und bereit sind, sie als wertvollen Teil unseres Selbst ernsthaft an unserem Leben und den Entscheidungen, die wir treffen, teilhaben zu lassen, dann erlangen wir eine deutlich umfassendere Selbst-Sicherheit. Diese tiefere Souveränität werden wir ausstrahlen – in allen Bereichen unseres Lebens.

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