In meinem letzten Blogartikel habe ich über die teils tausende Jahre alten Erkenntnisse über die heilsame Wirkung “richtigen” Atmens meist außereuropäischer Kulturkreise geschrieben und das es in unserer westlichen Kultur wieder mal etwas länger bis zu dieser Erkenntnis gedauert hat. Wie bei fast allem, dass sich nicht sofort dem Logos der linken Gehirnhälfte erschließt.

Dafür gibt es jetzt sogar Breathwork-Coaches. Diesen Bedarf gibt es, weil viele Menschen das “richtige” Atmen verlernt zu haben scheinen.
Eigentlich wird der Atem durch unser vegetatives Nervensystem gesteuert und ist somit ein unbewusster Vorgang.
Ich finde, wir denken eh viel zu viel, wenn wir auch noch das Atmen bewusst steuern wollten, wird das Leben ja noch anstrengender.

Der Atem spiegelt unsere ungesunde Lebensweise wider

Bewusst anders zu atmen wird das Problem nicht lösen. Dieses immer höher, schneller, weiter mit dem Drang zur permanenten Selbstoptimierung führt zu einer ungesunden Überstimulierung unseres Sympathikus. Das lässt uns zu kurz und zu flach atmen.

Ich empfehle Ihnen deshalb wenigstens einmal am Tag bewusst zwei bis drei Gänge runterzuschalten, z. B. indem Sie sich ein paar Minuten Zeit für diese Übungen nehmen.
Wie im letzten Blogartikel angekündigt, wird’s diesmal schon ein bisschen anspruchsvoller. Zum Einstieg starten Sie besser damit.

Durch eine Kombination des Atems mit einer Visualisierung wird die wohltuende und heilsame Wirkung noch verstärkt.

Praktische Übung Teil 2

Am besten bauen Sie diese Übungen für einige Zeit in Ihre Morgenroutine ein und schauen, ob sie Ihnen guttun. Wichtig ist, dass Sie dabei ungestört sind.

Sie können auf einem Meditationskissen oder -Bänkchen oder einem Stuhl üben.

Achten Sie auf eine aufrechte Sitzhaltung, damit der Brustkorb Platz zum Atmen hat.

Auf einem Stuhl sollten Sie sich nicht anlehnen. Die Sitzhöhe ermöglicht Ihren Oberschenkeln eine waagerechte Ausrichtung. Die Füße stehen mit ihrer ganzen Fläche auf dem Boden.

Die Hände befinden sich vor Ihrem Bauch auf dem Schoß, die linke Hand ruht in der rechten.
Lassen Sie Ihre Schultern los. Mit jedem Ausatmen sinken Sie tiefer und geben Gewicht an die Erde ab. Mit dem Einatmen verbinden Sie sich mit dem Himmel.

Atmen Sie durch die Nase ein und lassen die Lunge dabei schwer werden und wie einen Kolben nach unten rutschen. Dann atmen Sie langsam durch die Nase aus und bewegen die Lunge dabei wieder nach oben (nicht unter Druck setzen).
Mindestens sieben Wiederholungen und solange es Ihnen guttut.

Sie legen Ihre nach oben geöffneten Hände mit den Handrücken auf den Oberschenkeln ab. Dann atmen Sie links über die Fingerspitzen ein und ziehen den Atem über die Hand, den Unterarm, den Oberarm, die Schulter, dann zum Schlüsselbein und atmen dann über die rechte Seite, Schlüsselbein, Schulter, Oberarm, Unterarm, Hand und dann über die Fingerspitzen aus.
Mindestens sieben Wiederholungen und solange es Ihnen guttut.

Sie verbinden sich am Bauchnabel mit einer Nabelschnur mit der Erde. Durch die Nase atmen Sie die Energie der Erde über das Nabelzentrum ein und führen sie über die Wirbelsäule bis hinauf zum Scheitel. Mit dem Ausatmen lassen Sie blaue Farbe oder blaues Licht auf oder unter der Haut nach unten rieseln, ganz wie es geschehen mag.
Mindestens sieben Wiederholungen und solange es Ihnen guttut.

Ich freue mich über Fragen und Rückmeldungen zu Ihren Erfahrungen mit den Übungen.

Einige der hier vorgestellten Atemübungen habe ich in einer geführten Meditation als Audio-File zum Anhören und Downloaden bereit gestellt. Sie finden sie hier.

 

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