Superzeitenwende ist ein großes Wort und nicht von mir. Ich habe es in der Neue Zürcher Zeitung gelesen und die ist eher nicht für maßlose Übertreibungen bekannt.

Mein erster Gedanke: Und wieder so ein Buzzword, Zeitenwende reicht nicht, muss schon die Superzeitenwende sein.

Zweiter Gedanke: Könnte was dran sein.

Eine globale Pandemie, die Flut im Ahrtal als eine von vielen immer unmittelbar spürbaren Auswirkung des Klimawandels und jetzt der russische Krieg gegen die Ukraine. Gemeinsam haben diese Ereignisse vor allem die vielen Opfer und menschlichen Tragödien. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen auf Natur, Klima, Menschen, Wirtschaft und die Weltordnung kann jetzt noch niemand wirklich einschätzen.

So viel ist sicher: Die Welt ist in sehr kurzer Zeit eine andere geworden. Und die alten Zeiten kommen nicht mehr zurück.

Kannst Du Dich noch an die Zeit vor drei Jahren erinnern? An diese Normalität? Für mich fühlt es sich wie ein ferner Traum an.

Willkommen im Zeitalter der Resilienz

In dem Zeitungsartikel mit der Superzeitenwende wurde gleich noch ein neues Zeitalter ausgerufen: Das Zeitalter der Resilienz.

Wieso Resilienz?

Gesellschaften, Organisationen, Unternehmen und jeder einzelne Mensch müssen sich auf weitere Veränderungen einstellen, vorbereiten und sie irgendwie meistern.

Viele sicher geglaubte Selbstverständlichkeiten sind plötzlich keine mehr.

Hättest Du gedacht, dass wir mal wochenlang nicht mehr raus dürfen?

Oder dass jemand Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln eine Flugstunde von uns entfernt nochmals ernsthaft ausprobiert?

Organisationale Resilienz wird für Unternehmen wichtig.

Organisationale Resilienz bedeutet etwas abzufedern und sich in einer verändernden Umgebung anzupassen, um so Ziele zu erreichen, zu überleben und zu gedeihen.

Just in Time Produktion ist nicht resilient.

Für wichtige Vorprodukte mehr als einen Lieferanten und ausreichende Lagerbestände zu haben schon. Als ich meine kaufmännische Ausbildung gemacht habe, war das gelebte Praxis und sorgte für Sicherheit in der Produktion. Diese Sicherheit wurde der Gewinnmaximierung geopfert und kostet jetzt richtig viel Geld.

Hierarchische auf Profitmaximierung ausgerichtete Unternehmen sind nicht resilient.

Unternehmen mit sich selbstorganisierenden Teams und einer wertebasierten auf Empowerment basierenden Unternehmenskultur schon. Die Mitarbeitenden sind motiviert, identifizieren sich mit den Zielen des Unternehmens und haben die Handlungsspielräume, um an flexiblen Problemlösungen mitzuarbeiten.

Manchmal reicht auch Hierarchie ohne Profitmaximierung.
Hat man an den Kultusministerien der Länder gesehen. Wie diese unflexiblen Verwaltungen Homeschooling organisieren wollten wäre lustig, wenn es für die Kinder nicht so traurig gewesen wäre.

Wie steht es mit deiner persönlichen Resilienz?

Falls Du da Zweifel hast, bist Du in bester Gesellschaft. Seelische Erkrankungen sind inzwischen das größte Berufsunfähigkeitsrisiko. Sagt die Assekuranz. Und Versicherungen beobachten Risiken sehr genau. Das ist Teil ihrer Erfolgsstrategie.

Die Arbeit in vielen Unternehmen macht krank. Da hilft auch keine Selbstoptimierung. Such Dir eine andere Arbeit oder mach was Eigenes, wo es so läuft, wie es für Dich passt.

Darauf zu hoffen, dass die Unternehmen aus ihren Fehlern lernen hat zumindest in meinem Fall nicht funktioniert.

Mein früherer Arbeitgeber hatte eine Kooperation mit einer Uni Klinik. Mitarbeiter mit Burn-out haben so schnelle, kompetente Hilfe bekommen. Das war gut. Noch besser wäre ein gesundes Arbeitsumfeld gewesen.

In der Superzeitenwende kommen noch mehr Stressoren dazu. Siehe oben.

Also was kannst Du neben dem Vermeiden eines ungesunden Arbeitsumfeldes noch tun?

Du kannst Dich z.B. selbst besser kennenlernen und schauen, ob es etwas gibt, was über Dich selbst hinausweist. Etwas aus dem Du Kraft in Krisenzeiten schöpfen kannst.

Damit meine ich zum einen einfache kleine Sachen, mit denen Du Deinen Stresslevel positiv beeinflussen kannst, aber auch eine richtige Resilienz-Strategie.

Diese kleinen Dinge reduzieren Dein Stresslevel

Wenn Du es ganz einfach haben willst, geh einfach regelmäßig in schöner Natur spazieren. Ich wohne im Chiemgau auf dem Dorf und hab direkt vor der Haustür Wald und Wiesen. Bei meinen kleinen Wanderungen halte ich mit meiner Pflanzen-App jetzt öfters Ausschau nach mir unbekannten Blumen und Kräutern. Was zu Beginn ungefähr jede Pflanze war. Ich kam kaum vom Fleck, aber es entspannt ungemein. Jetzt habe ich in der App schon eine richtige Sammlung von Heilpflanzen. Kleine beruhigende Erfolgserlebnisse.

Du hast auch die Möglichkeit ganz bewusst deinen Erholungsnerv, den Parasympathikus zu stimulieren. Das ist vor allem hilfreich, um in stresstreibenden, belastenden Situationen handlungsfähig zu bleiben. Das geht über das Atmen und das Sehen.

Dieses Wissen ist in den indigenen Kulturen Mittel- und Nordamerikas schon lange bekannt und auch die aktuelle Forschung, z.B. an der Stanford University kann jetzt erklären, warum und wie das genau funktioniert.

Dazu ist dieses Interview mit dem Neurobiologen Andrew Huberman von der Stanford University wirklich lesenswert.

Zum selber ausprobieren habe ich hier ein paar Übungen für Dich zusammengestellt:

Der weiche Blick

Atmen hilft

Atemübungen Teil 2

Atemübungen Teil 3

Deine Resilienz-Strategie

Kurzfristige Interventionen gegen akuten Stress sind noch keine nachhaltige Lösung für mehr seelische Widerstandskraft.

Dafür musst Du Dich schon ein kleines bisschen aus Deiner Komfortzone herausbewegen. Ich bin grundsätzlich kein Freund ständiger Selbstoptimierung. Eine Investition in die eigenen Resilienzfähigkeiten halte ich aber für eine richtig gute Idee.

Resilienz ist mehr als Stressmanagement.

Für die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen braucht es noch etwas anderes.

Der berühmte Neurologe und Psychiater Viktor Frankl hat es so ausgedrückt: „Wer ein Warum hat erträgt fast jedes wie.“

Er hat mehrere Konzentrationslager überlebt und dann die Dritte Wiener Schule der Psychotherapie begründet. Ich würde sagen, er ist vom Fach.

Etwas tiefergelegt nannte er es die „Selbsttranszendenz der menschlichen Existenz. Eine Selbstverwirklichung, die auf etwas hingeordnet ist, dass über den Menschen selbst hinausgeht.“

Im Prinzip ist es ganz einfach. Wenn Du weißt wer Du bist, was Deine Aufgabe ist und danach lebst, kann Dich so schnell nichts umhauen.

Wenn Du Dich diesem Ziel Schritt für Schritt nähern willst habe ich ein hilfreiches Angebot für Dich: Das RiF-System.

Dieses Selbst-Coaching ist inspiriert von echten Resilienz-Experten, die jahrhundertelange Krisen gemeistert haben. Den indigenen Kulturen Amerikas.

Damit lernst Du Dich als Teil der Natur wahrzunehmen und die große Verbundenheit zu allen anderen Arten von Lebewesen zu spüren. Wenn Du Dich auf dieses Abenteuer einlässt, machst Du berührende und tiefgreifende Erfahrungen, die Dein Leben nachhaltig zum Positiven verändern. Neugierig?

Du kannst es für 0€ ausprobieren:

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