Acht Himmelsrichtungen – Dein Weg zu erfülltem Leben– Teil 4: Der Nordwesten

Ich staune immer wieder, wie sehr mein Leben von alten Mustern geprägt wird. Meinen Coachees und Seminarteilnehmern geht es nicht anders. Das tröstet mich irgendwie. Wenn Du ein selbstbestimmtes Leben anstrebst, sind es oft nicht die anderen, die Dir die Räume eng machen, sondern Du selbst. Aber es gibt Hoffnung für Dich und mich.

In dieser Blogreihe, erfährst Du, wie Du das Medizinrad für Deinen Weg zu erfülltem, selbstbestimmtem Leben nutzen kannst. Die Artikel der Reihe bauen aufeinander auf. Beginne mit Teil 1.

Nordwesten

Der Nordwesten ist auf dem Medizinrad der Ort der großen und kleinen Gesetze. Hier bekommst Du Unterstützung, um die Strukturen und Muster, denen dein Leben folgt, zu erkennen und auch zu verändern.
Weil uns viele Herausforderungen im Leben so lange begegnen, bis wie sie gemeistert haben, wird hier auch die zyklische Natur des Medizinrades besonders deutlich.

Ein schönes Beispiel begegnete mir einmal in einem längeren Coaching. Der Coachee hatte einen Konflikt mit seinem Chef. Es ging um nicht eingehaltene Zusagen bei einer Gehaltserhöhung. Das Problem war, dass der Coachee große Mühe hatte, damit professionell umzugehen. Nicht eingehaltene Zusagen sind ein Vertrauensbruch. Das fühlt sich für niemanden schön an. Seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck zu bringen, finde ich nicht unprofessionell. In dem Fall ging die Verletzung aber so tief, dass ein konstruktives Gespräch mit dem Chef nicht mehr möglich war. Es stellte sich heraus, dass der tiefe Schmerz aus der Herkunftsfamilie herrührte. Der Vater des Coachees hatte regelmäßig seine Versprechen gebrochen und die daraus resultierende seelische Verletzung war nie richtig verheilt.

Was machen Menschen mit solchen Verletzungen? Sie reinszenieren das Drama so lange, bis eine Lösung gefunden wurde. Unser Unterbewusstsein ist darin ein wahrer Meister. Es findet immer wieder neue Möglichkeiten. Hier war es der Chef, der sich wie der leibliche Vater verhielt.

Durch solche Erlebnisse bilden wir Glaubenssätze: “Ich traue niemandem, denn Menschen verletzen mich immer.”

Überflüssig zu sagen, dass der Coachee ursprünglich wegen eines ganz anderen Themas zu mir kam.
In der beschriebenen Verletzung steckt auch eine große Ressource: Seine eigenen Erfahrungen brachten den Coachee dazu, sich selbst heute seinen Mitarbeitenden gegenüber so zu verhalten, wie er es sich von seinem Vater gewünscht hätte: Verbindlich, fair. Seine Tür steht für seine Leute tatsächlich immer offen. Dafür bekommt er viel Wertschätzung und hat ein sehr loyales Team. Einfach weil er ein guter Chef ist.
Für das Erlangen persönlicher Freiheit ist es dennoch unerlässlich, durch seelische Verletzungen entstandene negative Glaubenssätze positiv zu transformieren.

Das Medizinrad unterstützt Dich dabei auf besondere Weise

Menschen sind gut darin, andere Menschen zu beobachten und Muster zu erkennen. Für unsere eigenen Themen hingegen, sind wir oft weniger sensibel. Hier ist das Medizinrad eine wertvolle Unterstützung. Mit geführten Meditationen und Naturübungen zur Selbstreflexion aktivierst Du Dein ganzheitliches Erfahrungsgedächtnis und kommst Deinen Glaubenssätzen auf die Spur. Denn nur, was Dir bewusst ist, kannst Du bei Bedarf auch verändern.

Meditationen und Naturerlebnisse aktivieren den Parasympathikus. Dieser Teil des autonomen Nervensystems ist für Entspannung und Erholung zuständig. So erlangst Du Zugang zu Deinem Selbst in dem Dein ganzheitliches Erfahrungswissen gespeichert ist. Das Selbst ist kein theoretisches Konstrukt, sondern ein großräumig vernetztes Areal in der rechten Gehirnhälfte, dass mit dem autonomen Nervensystem verbunden ist.

Durch heilsame Rituale verwandelst Du Deine Glaubenssätze und gibst ihnen eine neue, positive Bedeutung.
Um den Transfer in den Alltag zu ermöglichen, bekommst Du verschiedene Aufgaben und nimmst durch positive zwischenmenschliche Erfahrungen deinen negativen Glaubenssätzen Schritt für Schritt ihre destruktive Kraft.

Und so bringt Dich das Rad der inneren Führung Schritt für Schritt weiter.
Du beginnst Deine Reise im Süden und schaust ob es noch schwierige Erfahrungen aus der Kindheit gibt, die in Dein Erwachsenen-Ich integriert werden wollen, damit Du im Südwesten mit unverstelltem Blick nach Deiner Berufung Ausschau halten kannst. Im Westen klärst Du dann, wie Du das für Dich am besten umsetzen kannst. Und hier im Nordwesten räumst Du negative Glaubenssätze ab, die Dir noch im Weg stehen.
Demnächst schreibe ich dann, wie Dir der Norden beisteht.

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