Acht Himmelsrichtungen – Dein Weg zu erfülltem Leben– Teil 2: Der Südwesten

Als ich mich vor einigen Jahren fragte, ob ich so etwas wie eine Berufung verspüre, blieb ich zwischen Kinderbuchautor und irgendwas mit Menschen hängen. Konkreter bekam ich es damals nicht hin. Dann entdeckte ich das Medizinrad für mich und die Dinge wurden langsam klarer. Entscheidend war ein Schlüsseltraum.
In dieser Blogreihe, erfährst Du Wie Du das Medizinrad für Deinen Weg zu erfülltem, selbstbestimmtem Leben nutzen kannst. Die Artikel der Reihe bauen aufeinander auf beginne mit Teil 1.

Südwesten

Der Südwesten ist im Medizinrad der Ort des Lebenstraumes und die Sphäre der Kachinas. Um die Bedeutung zu verstehen muss ich Dir das Realitätsverständnis indigener Kulturen ein Stück weit näherbringen.
Das Sprichwort „Träume sind Schäume“ zeigt ganz gut welchen Stellenwert Träume in unserem Kulturkreis haben.
Im Gegensatz dazu sind in indigenen Kulturen Träume Teil der Realität. Das ganze Leben wird als Traum gesehen. Deine nächtlichen Träume können wertvolle Botschaften enthalten, wie Du Dein Leben im Tagtraum am besten meisterst.
Die Kachinas sind in der indigenen Mythologie Mächte, welche die Symbole und Bilder deiner Träume formen.
Wissenschaftlich gesehen, wird in nächtlichen Träumen zum einen das Erlebte des Tages verarbeitet. Dein Gehirn entscheidet was so wichtig war, dass es Deinem Erfahrungswissen hinzugefügt wird.
Zum anderen kannst Du nachts auch den Rücktransfer wichtiger Erfahrungen durch Träume in Dein Wachbewusstsein erleben, sofern Du Dich an den Traum erinnerst.
Diese Träume sind oft voller archetypischer Symbole, verbunden mit starken Emotionen. Sie sind einem oft noch den ganzen folgenden Tag präsent. Jedenfalls ist das bei mir so.
Die Intuition Deines ganzheitlichen Erfahrungsgedächtnisses meldet sich auf diese Art, wenn es etwas zu einem für Dich aktuell relevantem Thema beisteuern möchte. Diese Träume sind sozusagen eine Ergänzung Deines Bauchgefühls bei wichtigen Entscheidungen.
Seit ich mit dem Medizinrad arbeite, sind meine Träume intensiver und klarer geworden. Ein besonders anschauliches Beispiel kommt später.
Wenn Du Deine Träume als Hinweisgeber für Dein Leben nutzen möchtest, empfehle ich Dir ein Traumtagebuch zu führen. Leg einen Stift und ein Notizbuch neben Dein Bett und schreib Deine Träume gleich nach dem Aufwachen auf. Dabei wird es Dir leichter fallen, Dich an Deine Träume zu erinnern, wenn Du keinen Wecker stellst.

Was ist der Lebenstraum?

Der Lebenstraum beschreibt die lebendige Vorstellung, wie Du Dein Potential Schritt für Schritt entfaltest. Der Begriff Berufung kommt dem relativ nahe.
Relativ deshalb, weil die Berufung zu finden in unserem Kulturkreis eher als kognitiver Prozess gesehen wird: Ich denke ein bisschen nach, überleg mir was ich will und dann mach ich das einfach und hab den ganzen Rest meines Lebens überwiegend gute Laune.
Alle, bei denen das bis jetzt nicht so einfach geklappt hat, können weiterlesen.
Es geht schon mal damit los, dass oft unbewusste Motivationen und Bedürfnisse für Deine Berufung wichtig sind.
In der Persönlichkeitspsychologie hat man das erkannt. Das Züricher Ressourcen Modell ist ein Beispiel dafür. Diese Methode wird in der Schweiz zur Berufsberatung eingesetzt. Dabei spielt das Betrachten von archetypischen Bildern und den damit verbundenen Emotionen eine Rolle.
Als bei mir die Entscheidung anstand, ob ich meine sichere, gut bezahlte Anstellung für meine Berufung aufgebe, hatte ich diesen Traum:

Ich war bei meinem Arbeitgeber und musste das Gebäude verlassen, weil ich um 7 (19) Uhr einen Termin oder eine Verabredung hatte. Das Gebäude war mir nicht vertraut, aber es war für mich das Gebäude meines Arbeitgebers. Das Gebäude musste ich auf jeden Fall durch den Ausgang im Süden verlassen.
Der Weg führte über eine asphaltierte breite Brücke. Es war hell, trocken und warm. Die Brücke machte einen Bogen und war in der Mitte durch einen wie mit einem Messer geschnittenen ein bis zwei Meter breiten Spalt unterbrochen. Auf beiden Seiten war die Brücke mit einem stabilen Geländer begrenzt, dass nicht unterbrochen war. Wir waren eine lose Gruppe, die einen Weg über die Brücke suchte. Ich überlegte einen anderen Weg zu suchen, um die Brücke zu umgehen. Dann hätte ich aber meinen Termin verpasst. Links war der breite Spalt mit zwei Brettern überbrückt. Ich konnte mich also am Geländer auf der linken Seite festhalten und die Brücke über die Bretter überqueren. Ich hatte Angst und zögerte aber einige aus der Gruppe wagten es. Dann entschloss ich mich, es auch zu tun. Genau über dem Spalt gaben die Bretter zur Innenseite der Brücke nach und ich drohte abzustürzen. Ich rief um Hilfe und einer der Kollegen, die vor mir über die Brücke gegangen sind, drehte sich um und reichte mir die Hand. So kam auch ich unbeschadet über die Brücke

Der Süden steht für Vertrauen und das innere Kind. Ich musste also Vertrauen fassen oder vielleicht noch ein Kindheitsthema bearbeiten, um meinen Arbeitgeber verlassen zu können. Die 7 steht im Medizinrad für den Lebenstraum und die 19 genau gegenüber für Energiebewegung und innere Werte. Auch etwas, dass für meine Berufung und jetzige Arbeit eine wichtige Rolle spielt.
Was soll ich sagen, so ungefähr war es dann auch. Ich musste den Mut fassen, ins Risiko zu gehen. Und auf meinem Weg begegneten mir immer wieder Menschen, die mich dabei unterstützten, dass zu tun, was ich liebe.
Falls Du Deinem Lebenstraum auf die Spur kommen willst, empfehle ich Dir eine Baummeditation. Eine Anleitung findest Du in meinem E-Book und bei der Deutung Deiner Erfahrungen im Wald unterstütze ich Dich gerne.

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