Mir ist aufgefallen, dass auch ganz unverdächtig erscheinende Kollegen aus dem Business Coaching sich dem Thema Spiritualität widmen. Auch in verschiedenen Social Media Trend Studien rankt es weit oben.
Das überrascht mich wenig, denn in so einer Krise, wie dieser Pandemie, suchen Menschen vermehrt nach dem Sinn des Ganzen.
„Wer ein Warum hat, der erträgt fast jedes Wie“ dieses Zitat aus meinem letzten Blog bringt es auf den Punkt:
Viele Studien belegen, das gläubige bzw. spirituelle Menschen mit Krisen besser zurechtkommen, weil sie psychisch stabiler sind.
Es gibt also einen Zusammenhang zwischen Spiritualität und Resilienz.
Vermutlich hat es selten auf der Erde so viele Menschen gegeben, die aufgrund eines Geschehens mit Ihrer Gesamtsituation so unzufrieden sind.

Wer sind die größten Resilienz-Experten?

Die besser gestellten unter Ihnen, die in einer ökonomisch entwickelten Gesellschaft mit einem gewissen Maß an sozialer Absicherung leben, haben jetzt also Zeit Sinnfragen zu stellen. Vielleicht, weil sie auch gerne etwas resilienter wären. Wer weiß, was noch kommt. Zu dieser privilegierten Gruppe gehöre ich auch. Aufgrund persönlicher Krisen, kamen mir Fragen nach dem Lebenssinn zum Glück schon viel früher. Und jetzt habe ich eine spirituelle Praxis etwas außerhalb christlicher Organisationen gefunden und entwickelt, die mir hilft, mit Corona halbwegs klar zu kommen.
Ich habe mein seelisches Heil in den Lehren absoluter Resilienz-Experten gefunden, wobei mir das damals noch nicht bewusst war. Es fühlte sich einfach gut und für mich stimmig an.
Schon neugierig? Ich spreche von den indigenen Kulturen des amerikanischen Kontinents.
Mit Ankunft der ersten Weißen begann ein beispielloses Sterben. Man geht heute davon aus, dass durch eingeschleppte Krankheiten, Krieg und Vertreibung ca. 90% der indigenen Bewohner vernichtet wurden. Das Leid hörte damit nicht auf. Danach versuchte man ihnen noch ihre Identität zu nehmen. Kinder wurden zwangsadoptiert, Sprache und religiöse Riten waren ihnen lange Zeit verboten. Dennoch haben sich diese Menschen Sprache, Kultur und das Wissen Ihrer Ahnen erhalten. Darüber hinaus sind sie sogar bereit ihr Wissen mit uns zu teilen, weil sie der Ansicht sind, dass ihre naturverbundene Spiritualität für alle Menschen hilfreich sein könnte.
Das ist Resilienz und noch viel mehr.

Spiritualität ohne Dogma

Mir ist dieser spirituelle Weg auch deshalb so sympathisch, weil das heilsame Erleben von Geborgenheit und getragen werden ohne starre Glaubenssätze auskommt.
Am Anfang war da nur so ein unbestimmtes Gefühl, dass die sichtbare („objektive“) raumzeitliche Wirklichkeit nicht die einzige ist. Dazu kam eine Sehnsucht, die Grenzen der bekannten Erfahrungsmöglichkeiten zu überschreiten und zu erweitern, um mit einer anderen Wirklichkeit in Kontakt zu treten.
Wer von Ihnen hat sich auch in seinen 20ern solche Erfahrungen gewünscht?
Die Bücher von Carlos Castaneda, einem Anthropologen, der bei seiner Feldforschung mit dem Schamanismus in Kontakt kommt und dadurch sein ganzes Weltbild in Frage stellt, bedienen diese Sehnsucht perfekt.
Ich habe sogar mal ein Seminar bei einer mexikanischen Schamanin gemacht, die lt. eigener Aussage die gleichen Lehrer hatte.
War dann nicht ganz so spektakulär, wie in den Büchern, aber mein Interesse war geweckt.
Die vielen Erfahrungen haben sich für mich inzwischen zu einer Lebensphilosophie oder einfach einer bestimmten Art und Weise die Menschen, die Welt und mich wahrzunehmen, entwickelt. Sie helfen mir auch in dieser Pandemie einen Sinn zu sehen und dabei handlungsfähig zu bleiben. Ich bin trotzdem froh, wenn sie endlich vorbei ist.

Weiterführende Links:
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