Passiert bei Ihnen auch grad so wenig? Beim Schreiben fällt mir dazu gerade dieser Max Raabe Song ein: Kein Schwein ruft mich an
Ganz so schlimm ist es zum Glück nicht und der Gedanke an den Song bringt mich zum Lächeln, was ja auch ganz gut für die seelische Gesundheit ist.

Aber mein Coaching-Business läuft auf Sparflamme also blogge ich so vor mich hin.
Meine physischen Sozialkontakte außerhalb meiner Beziehung beschränken sich auf gelegentliche Spaziergänge mit Freunden aus der Umgebung.
Ich habe mich erst vor zwei Jahren entschieden, ins schöne Chiemgau zu ziehen und so pflege ich meine Freundschaften mit weiter entfernt lebenden Freunden mittels Telefon und Zoom. Aber so ein Zoom Bier mit Freunden ist irgendwie nur beim ersten Mal lustig.

Hin und wieder mache ich mir auch Sorgen um meine Zukunft. Das sind die weniger schönen Momente des Alltags in einer Pandemie und ich bin mir sicher, viele von Ihnen kennen diese Momente auch. Dennoch bin ich meistens gelassen und relativ entspannt.
Ansonsten bemühe ich mich darum, meine eigenen Tipps und Ratschläge, die ich Ihnen in meinem Blog nahelege: Meditieren, Spazierengehen, mich weiterbilden zu befolgen. Das fällt mir mal leichter mal schwerer. Wenn ich mich aber aufraffen kann und Zeit investiere, spüre ich am eigenen Leib, wie gut das tut.

Das Lockdownleben ist manchmal surreal

Einerseits habe ich mich an dieses Lockdownleben gewöhnt, andererseits ist es manchmal schon ziemlich surreal, wenn ich den ganzen Tag alleine am Schreibtisch sitze und die einzige Verbindung zur Außenwelt aus E-Mail und WhatsApp besteht.
Interessanterweise träume ich zurzeit sehr viel und intensiv bzw. kann mich gut an meine Träume erinnern. Teilweise spiegeln sie meine inneren Konflikte und manchmal liefern sie mir eine Idee was ein nächster Schritt sein könnte.
Man könnte fast sagen das pralle Leben findet bei mir nachts statt. Wenn ich morgens aufwache, dann kommt es vor, dass die Emotionen aus meinen Träumen mich noch den ganzen Tag begleiten.
Das hat vermutlich auch damit zu tun, dass ich vor vielen Jahren angefangen habe, mit dem Medizinrad zu arbeiten. Seither sind meine Träume für mich zu einer wichtigen Ressource geworden, aus der ich Kraft schöpfen kann. Vielleicht hat sich meine Befürchtung, dass mich der zweite Lockdown irgendwann auch packt und runterzieht, daher nicht bewahrheitet. Spirituelle Praxis bewahrt Menschen vor so manchen Klippen. Meine Arbeit mit dem Medizinrad gibt mir das starke Gefühl das Richtige zu tun.

Kraft tanken

Neulich habe ich zum Beispiel eine Trance Reise gemacht. In dieser bewährten Methode geht es vor allem auch um die Aktivierung eigener Ressourcen. Dabei tauchte ein ganz wunderbares Bild auf: Eine Gruppe Menschen saß verstreut an einem Bachlauf. Vor sich jeweils eine Kerze. Es war Nacht und ich sah eigentlich nur die Kerzen, deren Licht sich im funkelnden Wasser spiegelte.
In meinen Medizinradseminaren gibt es ein Abschlussritual, wo wir das genauso machen. Darauf freue ich mich: Bald wieder mit mehr Menschen gemeinsam solche Erfahrungen zu teilen.
Dieses Bild gibt mir Kraft.

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